HochDrei e. V. – Bilden und Begegnen in Brandenburg
  • deutsch

Wir sind da – Ein Projekt auf zwei Beinen

Integration von Erwachsenen und Kindern durch politische Bildung

Dieses Projekt wird aus Mitteln der Bundeszentrale für Politische Bildung im Themenbereich Flucht und Asyl gefördert.
Infos zur Förderung

Projektzeitraum: 2017/2018

Für: Menschen mit Fluchterfahrung


Anstehende Termine

Um regelmäßig auf dem Laufenden gehalten und an die Termine erinnert zu werden, schreiben Sie eine Mail an news@hochdrei.org und teilen Sie uns kurz mit, was Sie interessiert. Mit dieser Möglichkeit möchten wir insbesondere MultiplikatorInnen, KollegInnen aus der Geflüchtetenarbeit usw. ansprechen, die die Infos dann weitergeben können.
Für konkrete Fragen oder Anmeldungen wenden Sie sich an bildung@hochdrei.org.


Erwachsenenbildung

09.03.-11.03.2018 deutsch-arabisch Politische Bildung? Do it yourself!
27.04.-29.04.2018 deutsch-dari/farsi Frauenleben / Ein Wochenende für Frauen (und ihre Kinder)
24.05.-27.05.2018 deutsch mit sprachlicher Unterstützung TeamerInnenausbildung – eigene Seminare der politischen Bildung organisieren und anleiten, Alter: ab 18 Jahren
17.08.-19.08.2018 deutsch-dari/farsi frauen.leben / Ein Wochenende für Frauen (und ihre Kinder)
28.09.-30.09.2018 deutsch-dari/farsi frauen.leben – Verbunden in Vielfalt / Ein Wochenende für Frauen (und ihre Kinder)
12.10.-14.10.2018 deutsch-arabisch in Kooperation mit SanaD
16.-18.11.2018 deutsch-dari/farsi frauen.leben / Ein Wochenende für Frauen und ihre Kinder
7.-9.12.2018 deutsch-dari/farsi So stark / Workshop für Mädchen und junge Frauen

Kinderseminare

28.04.-01.05.2018 Kinderprojekt Lieblingsfarbe: bunt – Filmwerkstatt, Alter: 8-15
10.05.-13.05.2018 Kinderprojekt Glückskinder, Alter: 8–12
17.08.-19.08.2018 Kinderprojekt Gesundes Essen
28.09.-30.09.2018 Kinderprojekt Begleitend zum Seminar für Erwachsene
28.10.-04.11.2018 Mädchenprojekt So stark!, Alter: 13-16
16.-18.11.2018 Kinderprojekt Begleitend zum Seminar für Erwachsene


ggf. weitere Termine bis Jahresende


Warum?

Neuangekommene brauchen Zukunftsperspektiven

Viele Geflüchtete sind in den vergangenen Jahren nach Deutschland gekommen. Die meisten haben eine mehr oder weniger akzeptable Unterkunft bezogen, beziehen Sozialleistungen, besuchen Integrationskurse und manche haben bereits, durch eigenes Engagement oder mithilfe engagierter Organisationen, gute soziale Kontakte geknüpft und Unterstützung in verschiedenen Bereichen gefunden.
Viele suchen nun Arbeit, was, abhängig von der beruflichen Qualifikation, nicht immer einfach ist. Lange Zeit ohne Aufgabe und ohne Herausforderung, die über die private Lebensgestaltung hinausgeht, kann Frustration hervorrufen und irgendwann auch Lethargie.
Soziales und politisches Engagement stellt eine Möglichkeit dar, nicht nur wieder einen neuen Sinn im Alltag zu entdecken, einen Fokus auf etwas zu haben und sich nützlich zu fühlen. Es bringt auch die Chance mit sich, ganz ohne Anstellung, Qualifikationen zu erwerben, sich weiterzubilden, Kontakte zu knüpfen, Referenzen zu gewinnen und somit einen Fuß in die Erwerbstätigkeit zu setzen. Sich aktiv an der politischen Bildung in Deutschland zu beteiligten ist eine Möglichkeit eines solchen sozialen und politischen Engagements.

Aus Geflüchteten Multiplikatoren und Multiplikatorinnen machen

Geflüchtete jeden Alters sind hier angekommen mit ganz unterschiedlichen politischen Haltungen, die unter anderem abhängig von den ersten Erfahrungen hier in Deutschland ihren weiteren Weg nehmen werden. Wir müssen uns bei jenen, die länger oder für immer in Deutschland bleiben, darum kümmern, dass sie ihr Leben hier mit einem optimistischen Blick auf die Demokratie beginnen und ihnen zeigen, dass es sich lohnt, an freiheitliche Werte zu glauben.

Doch mit unseren Angeboten der politischen Bildung erreichen wir sie nur, wenn wir neue Wege gehen. In Zeiten populistischer Tendenzen, müssen wir dafür sorgen, dass politische Bildung von Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungshintergründen und Herangehensweisen gemacht wird – damit sich alle angesprochen fühlen können. Daher brauchen wir in Zukunft viel mehr Menschen mit Fluchterfahrung, anderer kultureller Herangehensweise und anderen Zugängen zu potentiellen Zielgruppen in der politischen Bildung.

Angebote auf die tatsachlichen Bedürfnisse abstimmen

Um möglichst schnell auf die neuen Herausforderungen zu reagieren, wurden in den vergangenen Jahren viele Ressourcen nicht immer zielführend eingesetzt. Damit Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft nicht an den eigentlichen Bedürfnissen vorbeiplanen, müssen Geflüchtete selbst mit ihren Ideen, Anliegen und Erfahrungen in die Bewältigung vielfältiger Aufgaben einbezogen werden.

Wie?

Erwachsene

Wir fördern Ideen und Kompetenzen politisch engagierter Geflüchteter und integrieren sie in die Bildungsarbeit in Deutschland. In den nach einer Ausbildungsphase stattfindenden, selbstorganisierten Seminaren der Geflüchteten soll Themen ein Raum gegeben werden, die Geflüchtete für sich selbst oder für Menschen aus Deutschland für relevant halten. Damit binden wir sie in vor uns liegende Herausforderungen ein und machen sie zu Mitgestalterinnen und -gestaltern. Welche Kenntnisse und Kompetenzen helfen Neuankommenden? Was sollten BürgerInnen, Politik, Verwaltung oder Organisationen wissen? Wo können wir voneinander lernen?

Kinder

Parallel zum Programm für Erwachse finden Angebote der politischen Bildung für alle interessierten Kinder statt, damit auch Mütter und Väter ohne Sorge teilnehmen und ihre Kinder mitbringen können. Die Kinder setzten sich als internationale Gruppe mit gesellschaftsrelevanten Themen auseinander und lernten somit von- und miteinander. Dabei werden sie durch das Projekt, bei dem sie stets in der Nähe der Eltern sind, auf sensible Weise mit Angeboten der politischen Bildung vertraut.

In 2017 entstand aus den Kinderseminaren eine Videoreihe, die die Sicht der jungen Teilnehmenden auf gesellschaftliche Themen zeigt. Es sind vielfältige Perspektiven, genauso wie auch die soziale und kulturelle Herkunft der Kinder vielfältig ist. Doch zeigen die Videos auch, dass wir vor allem in unserer Menschlichkeit sehr viel gemein haben.
Nebenbei lernten sich die Kinder kennen, hatten Spaß, tauschten sich aus und verbrachten gemeinsame Tage in der Bildungsstätte. Eine Sprachmittlung sorgte dafür, dass auch Kinder ohne Deutschkenntnisse mitmachen können.

Die entstanden Videos sind hier und auf unserem Youtube-Kanal zu sehen.

Kontakt

Wir freuen uns über Fragen und Interesse an dem Projekt. Schreiben Sie uns an: bildung@hochdrei.org