HochDrei e. V. – Bilden und Begegnen in Brandenburg
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Was uns antreibt

Wer heute den Kopf in den Sand steckt, knirscht morgen mit den Zähnen. Glücklicherweise gibt es Überzeugungen, die uns stets motivieren. Einige davon sind über die Jahre zu festen Drehpunkten unserer Bildungsarbeit geworden.

Leila kämpft fürs Klima, lässt aber andauernd das Licht an. Marius boykottiert alle Programmvorschläge, obwohl ihn das Thema interessiert. Und Marlene ist Hausfrau und behauptet, sie sei emanzipiert. Völlig unverständlich?

Ständig kommen uns Dinge widersprüchlich vor. Das gilt dann, wenn Menschen unterschiedlicher kultureller oder sozialer Herkunft aufeinander treffen. Aber ebenso, wenn wir Entscheidungen vor dem Hintergrund globaler Zusammenhänge fällen sollen. Um handlungsfähig zu bleiben, müssen wir auch scheinbar Unvereinbares aushalten können. Uns hilft dieses Motto bei unserer Arbeit. Unseren Teilnehmenden möchten wir es weitergeben, indem wir mit geeigneten Methoden Widersprüche in unserem Kopf thematisieren und üben, sie zu tolerieren.

Vielfalt macht stark, schlau und eröffnet Chancen. Um diese zu erkennen, braucht es Situationen, in denen Vielfalt als positiv wahrgenommen wird. Wir bieten eine Plattform für Austausch und Erfahrungen, indem wir Menschen unterschiedlichen Geschlechts, Alters, verschiedener sozialer sowie kultureller Herkunft, Menschen mit und ohne Behinderung zusammenbringen.

Wir sehen es als unsere Aufgabe, für geschlechterdemokratisches Bewusstsein einzutreten: In unserer Arbeit kehren wir weder Verschiedenheiten unter den Teppich noch nehmen wir geschlechtsbedingte Benachteiligungen hin. Sowohl im Team als auch innerhalb der methodischen Arbeit soll daher Vielfalt offen gelegt, anerkannt und berücksichtigt werden. Es gelten gleiche Rechte und Möglichkeiten für alle.

Wir fördern außerdem eine breite gesellschaftliche Teilhabe an Entscheidungen, weil ohne sie keine nachhaltige Entwicklung möglich ist. Deshalb ermutigen wir nicht nur im Rahmen unserer Seminare zu Engagement und Mitbestimmung in der Gruppe und der Gesellschaft. Wir versuchen auch, individuelle Wege zu finden unser Bildungsangebot für wirklich alle zugänglich und bezahlbar zu machen.

Lernen findet nicht nur in der Schule statt. Ein nichtformales Umfeld ist bestens geeignet um Erfahrung mit Verantwortung zu machen, kritisches Denken zu üben und den Weg für eine positive, reflektierte Selbst- und Fremdwahrnehmung zu ebnen. Wir möchten solch ein Ort sein – ein Ort, an dem Freiwilligkeit neue Lernprozesse auslösen kann. Deshalb richten wir unsere Themen und Methoden an den Interessen und Wünschen unserer Teilnehmenden aus. Das kann besonders für benachteiligten Menschen eine echte Chance sein.

Weil uns aus guten Gründen die Anerkennung und Weiterentwicklung außerschulischer Bildung wichtig ist, engagieren wir uns seit vielen Jahren in verschiedenen Gremien auf kommunaler, Landes- und Bundesebene.

So und auf immer neuen Wegen möchten wir auch in Zukunft als Verein Demokratie aktiv mitgestalten und zu einer sozialeren, gerechteren Gesellschaft beitragen.